PRIEBERNIG, WIND + Partner ZT GmbH · Architekten + Ingenieure

Klinikum Klagenfurt


Portfolio
EU-offener Wettbewerb 2002: 1. Preis [GENERALPLANUNG gemeinsam mit Feichtinger • Müller-Klinger • FCP]
Landesbaupreis Kärnten 2010 • Nominierung für den Mies-van-der-Rohe Preis 2011 • Bauherrnpreis 2011
A 9020 Klagenfurt, Feschnigstraße 11
KABEG Klagenfurt
www.kabeg.at
Krankenhaus, Notfallaufnahme, Basisdiagnostik, Bildgebende Diagnostik, 14 OPs, ITS-, IMS-, Sonder- und Normalpflegestationen, Logistikzentrum: ZSVA, Labor, Apotheke, Küche, Wäscherei, Lager, Transportlogistik, ca. 154.000 m2 BGF
2002 bis 2010
Kosten: 327 Mio. nto. [KGR 1 - 6 lt. ÖNORM B 1801.1] + 54 Mio. nto. [KGR 7 lt. ÖNORM B 1801.1]
Fotos: Gisela Erlacher, Hertha HurnausWolfgang Thaler


Das neue "Klinikum Klagenfurt am Wörthersee" wurde nach einem EU-weiten 2-stufigen Architektur-Wettbewerb von Mitte 2006 bis Mitte 2011 errichtet.

Das funktionale und architektonische Konzept basiert auf der Neudefinition eines Regionalkrankenhauses, charakterisiert durch die topographische Einbindung in die Aulandschaft entlang des um ca. 200 m nach Norden verlegten Glanflusses. Flache, nach Nutzungen geformte Baukörper binden mit "farbigen Themenhöfen" (mit Leit-Baumarten und Pflanzen der Umgebung) die Aulandschaft ein. 

Funktional ist das neue LKH Klagenfurt in das Chirurgisch-Medizinische Zentrum CMZ und das Ver-/Entsorgungszentrum gegliedert. Zwei Ost-West-Korridore - großzügig verglaste Magistralen - entlang der Themenhöfe leiten die Patienten, Mitarbeiter und Besucher. Entlang der Patientenmagistrale im Norden sind eine Kapelle und ein Andachtsraum situiert, die sich durch ihre warme Materialität und einfühlsame Gestaltung von den hygienischen Materialien und Details abheben. Der von der Decke abgehängte Altar und ein großformatiges Glasbild des Kärntner Künstlers Karl Brandstätter gestalten die Kapelle.

Die dunkelgraue Metallhaut der Gebäude charakterisiert die Gebäudesequenzen und gibt dem Gebäude-Ganzen seinen spezifischen "Hotel-Charakter", der nicht automatisch die Assoziation eines Krankenhauses hervorruft. Zeichenhaftigkeit der Architektur im Sinne von Monumentalität wurde bewusst vermieden. Die Architektur ist der Hintergrund, im Vordergrund steht das Gesund-Werden und die Landschaft bildet den Rahmen.

Der Generalplaner zeichnet verantwortlich für sämtliche Planungen, Architektur, Konstruktion, Frei-/Grünräume, Verkehr, Transport- und Materiallogistik, Medizintechnik, Gebäudetechnik, Maschinenanlagen und BauKG mit 27 Sub-Planungspartnern, die von einer GP-internen Projektsteuerung geführt und über einen "Virtuellen Projektraum" gesteuert wurden.

Die Vergabe der Ausführungs-/Bauleistungen erfolgte über ca. 255 öffentliche, großteils EU-weit offene Vergabeverfahren für Bau-, Gebäudetechnik-, Medizintechnik-, Logistikleistungen - und ohne Generalunternehmer: Damit blieb das Szepter der Qualitätssteuerung beim Bauherrn und beim Generalplaner. Die vom Landesrechnungshof 2005 geprüfte Budgetsumme der Gesamtkosten basierend auf der Kostenberechnung des Generalplaners wurde um (nur) ca. 5 % überschritten.